Wiwi, Mathematik oder Informatik studieren (nur an der Goethe-Uni)
  • Ich weiß nicht, ob das hier das richtige Forum ist, aber ich mache gerade Abi und möchte im kommenden Wintersemester mit dem Studium anfangen. Aus familiären Gründen muss es auf jeden Fall die Uni Frankfurt werden (oder was im Rhein-Main-Gebiet). Ich interessieren mich sehr für das Investmentbanking (quantitative Richtung, regelbasiertes Traden) und für Mathematik (Analysis und Stochastik).

    Nun stellt sich die Frage, ob ich Wiwi (Hauptfach) oder Mathe mit Nebenfach Wiwi studieren soll. Hat hier vielleicht jemand den Vergleich und kann mir sagen, mit welchen Fächern der Berufseinstieg im Finance am besten funktioniert ? (Informatik habe ich auch schon überlegt, aber eher wieder verworfen, weil es da kaum Verbindungen zu Finance gibt). Oder hat das ganze Finance keine große Zukunft mehr ?

    Könnte man eventuell auch Hauptfach Wiwi mit Nebenfach Mathematik studieren ?
    Ist die Mathe an der Uni nur Theorie oder kann man da auch was von anwenden in der Bank ?
    Reicht bei Hauptfach Mathe das Nebenfach Wiwi aus, um in den Wiwi-Stoff richtig reinzukommen oder steht man da dann eher außen vor ? Wäre für alle Hinweise sehr dankbar !



  • Mathe Hauptfach + WiWi Nebenfach ist der Killer, wenn Mathe dein Ding ist.

    Habe im Studium auch Leute kennengelernt, die das so studieren und das sind alles Brains, die einem aber auch beim Reden ins Gesicht schauen können, bzw mit denen man sich auch Unterhalten kann/möchte.

    Was Info angeht habe ich von den Komilitonen aber auch gehört, dass die sich ihre Programmierkentnisse teilw. selbst aber auch teilweise in ihrem Mathestudium aneignen. Programmierskills sollten dir nämlich wichtig sein. Aber um programmieren zu können brauch man nicht Info zu studieren.

    Mathe+WiWi ist wirklich das non plus Ultra, wenn du in die Quant Richtung bzw. Hedgefonds Richtung gehen willst. Nicht umsonst findet man in HFs kaum WiWis sondern Mathematiker, Physiker etc.

    Und auch abseits davon findet man viele Mathematiker in Finance in „normalen“ Finance Jobs. Hatte zB auf der Arbeit mit einem Big4 Deal Advisory Partner zu tun, der Dipl. Mathematiker war oder einer aus Konzernstartegie war promovierter Mathematiker etc...
  • ARCHARCH
    Member
    Wenn du von Vornherein weisst, dass du im Bereich Quant arbeiten willst und mit Mathe klarkommst, dann mach auf jeden Fall Mathe im Hauptfach. Wiwi Bachelor wäre zum großen Teil Zeitverschwendung für dich.
  • Sehr geehrter FrankfurterBub,

    Willkommen im Raute-Forum. Keine Sorge, du hast alles richtig gemacht, dich hier an uns zu wenden.

    Nun stellt sich die Frage, ob ich Wiwi (Hauptfach) oder Mathe mit Nebenfach Wiwi studieren soll.

    WiWi im Hauptfach wird in der Regel ohne Nebenfach studiert, kann also gar nicht mit Nebenfächern kombiniert werden. Eine Möglichkeit wäre ein Doppelstudium zu beantragen und somit beides gleichzeitig zu studieren, was allerdings die wenigsten machen.

    Wirtschaftspädagogen haben die Möglichkeit im Rahmen des Anwendungsfaches Mathematik die Module "Mathematik 1 für die Informatik", "Mathematik 2 für die Informatik" und "Didaktik der Linearen Algebra" zu hören. Da du dich aber für Investmentbanking und nicht für den Schuldienst interessierst, entfällt auch diese Möglichkeit.

    Umgekehrt ist es allerdings möglich, im Rahmen eines Mathematik-Studiums BWL (oder VWL) als Anwendungsfach zu studieren.

    Reicht bei Hauptfach Mathe das Nebenfach Wiwi aus, um in den Wiwi-Stoff richtig reinzukommen oder steht man da dann eher außen vor ?

    Das Anwendungsfach wird in der Regel im dritten oder viertem Semester des Mathematik-Studiums gewählt. Entscheidest du dich für BWL, würdest du die Veranstaltungen "Accounting 1 (BACC)", "Management (BMGT)", "Marketing 1 (OMAR)" und "Finanzen 1 (OFIN)" aus dem WiWi-Studium belegen (plus zusätzlich noch eine "Wirtschaftsinformatik"-Vorlesung, allerdings entnommen aus dem Informatik-Studium). Das wären insgesamt 24 von 180 Credits, also nicht die Welt.

    Die Mathematik-Vorlesungen sind anders aufgebaut als in Wirtschaft. Hier geht es eher darum, die Sachen "zu zeigen" und herzuleiten anstatt konkret anzuwenden. Ich habe jetzt in allen Mathematik-Veranstaltungen noch kein einziges Mal einen Taschenrechner gebraucht. Wenn du dich mit diversen abstrakten Themen (Relationen, Gruppenhomo/isomorphismen, Äquivalenzen, Abbildungen mehrer Veränderlichen, Teilmengen des R^n) nicht schwer tust, geh zur Matheatik. Theorie und Abstraktion gehört zur Mathematik. Das ist der ganze Sinn einer Strukturwissenschaft.

    Allerdings kannst du dich auch im Rahmen deines Wirtschaftsstudiums auf Mathematik spezialisieren, auch wenn der Fokus eher auf emprische Wirtschaftsforschung liegt ("Ökonometrie", "Wirtschaftstatistik", "Finanzmarktmathematik", paar lächerliche Cserna-Module).

    Und wie meine Vorredner schon geschrieben haben ist das Mathestudium eng mit Informatik verzahnt. Bspw. belegst du schon im ersten Semester "Einführung in die computerorientierte Mathematik" und bekommst dort auch schon zu Beginn des Studiums die ersten Programmiersprachen in die Knie geblasen (Haskell, Java, R..) Das ist im Prinzip mehr wert als irgendwo als Code-Klopfer zu landen.

  • Vielen Dank für die vielen schnellen und guten Antworten ! (womit ich so nicht gerechnet habe...).

    Habe auch gelesen, dass man sich in stochastischer Finanzmathematik spezialisieren kann. Ist das dann auch eher mathematische Theorie oder sind da die Übergänge zum Wiwi-Studium fließend ?

    Was mich nur etwas wundert ist, dass man Mathe auf einem anderen Campus (in Bockenheim) studiert, den ich jetzt nicht so einladend finde. Wenn Mathe+Wiwi das Nonplusultra sein soll, wieso studiert man dann nicht alles zusammen auf dem Campus Westend, der ja viel schöner ist ?
    Das ständige Pendeln ist vielleicht kompliziert.

    Gibt es bei den Studiengängen große Unterschiede in der Betreuungsrelation ? Ich möchte halt nicht irgendeine Nummer in einem überfüllten Hörsaal sein, die kein Dozent kennt. Habe schon gehört, dass es da krasse Unterschiede zwischen Schule und Uni geben kann.

  • Was mich nur etwas wundert ist, dass man Mathe auf einem anderen Campus (in Bockenheim) studiert, den ich jetzt nicht so einladend finde. Wenn Mathe+Wiwi das Nonplusultra sein soll, wieso studiert man dann nicht alles zusammen auf dem Campus Westend, der ja viel schöner ist ?
    Das ständige Pendeln ist vielleicht kompliziert.

    Gibt es bei den Studiengängen große Unterschiede in der Betreuungsrelation ? Ich möchte halt nicht irgendeine Nummer in einem überfüllten Hörsaal sein, die kein Dozent kennt. Habe schon gehört, dass es da krasse Unterschiede zwischen Schule und Uni geben kann.



    Non plus Ultra meinte ich in der Hinsicht, weil die Leute, die ich bis jetzt so in der freien Wirtschaft mit Physik/Mathe+Finance Kenntnissen gesehen habe halt krasser Performer waren. Nicht weil das viele machen.

    Uni ist halt Uni und du da nur eine Nummer (außer du machst jetzt Geologie oder so). Mathe zieht bald um zum Riedberg zu den NaWis.

    Was du auch überlegen könntest wäre ein Doppelstudium Mathe und WiWi. Ein paar Kollegen aus dem Abi, die Physik am Riedberg studieren machen das. Die Quant WiWi Fächer machen die mit einem Tag lernen weg, struggeln nur bei den Laberfächern wie OREC, BMAK (bei Halliasos), BWET etc.
  • Wallace schrieb:

    Non plus Ultra meinte ich in der Hinsicht, weil die Leute, die ich bis jetzt so in der freien Wirtschaft mit Physik/Mathe+Finance Kenntnissen gesehen habe halt krasser Performer waren. Nicht weil das viele machen.

    Nochmal: Mathe mit Nebenfach BWL (Das Nebenfach "WiWi" existiert an unser Uni nicht) beschränkt sich auf fünf Module: BACC, BMGT, OMAR, OFIN und "Elemente der Wirtschaftsinformatik". Das sind fünf Module, davon gerade mal ein Finance-Modul. Das ist nicht das Non plus Ultra. Die haben noch nicht mal BFIN!
    Wallace schrieb:

    Uni ist halt Uni und du da nur eine Nummer (außer du machst jetzt Geologie oder so). Mathe zieht bald um zum Riedberg zu den NaWis.

    Dieser Satz enthält so viele Fehler, dass er schon fast zum Schmunzeln einlädt. Klar, die Vorlesungen in Mathematik sind mittlerweile fast genau so überlaufen wie WiWi und natürlich wirst du an den Dozenten nicht rankommen können. Die Betreuung der Studenten ist aber trotzdem um einiges besser als in WiWi, da die Studenten in feste Übungsgruppen mit 30 - 50 Teilnehmern eingeteilt werden und dort von den studentischen Tutoren gezielt betreut werden. Du bist also nicht nur eine Nummer. Nicht selten bilden sich feste Gruppen und Freundschaften in diesen Übungssitzungen und es gibt viele Gelegenheiten zur Nachfrage und Lösung der Probleme. In WiWi hingegen findet eine Übung auch gerne mal mit 300 - 500 Leuten im vollen HZ 4 oder gar HZ 2 statt. Da hingegen bist du wirklich nur eine Nummer!

    Der Umzug nach Riedberg steht übrigens seit 1999 ganz kurz bevor und ist nur noch eine Sache von Monaten. Noch ist noch kein einziges Gebäude überhaupt gebaut worden. Die Goethe Uni nennt als frühstes Datum für den Umzug das Wintersemester 2022/23.

    Was mich nur etwas wundert ist, dass man Mathe auf einem anderen Campus (in Bockenheim) studiert, den ich jetzt nicht so einladend finde.

    Der Campus Bockenheim wirkt durch das triste Grau-in-Grau natürlich nicht sehr einladend, da stimme ich zu. Die Hörsaale im Jügelhaus sind allerdings vergleichsweise modern und hell. Die 16 "arabischen" Hörsaale sind allerdings in der Tat furchtbar, teilweise sind da noch die Aschenbecher an den Tischen, was einiges über die Sanierung der letzten Jahre aussagt. Ansonsten wird im grauen Mathe-Turm gelernt (das ist eigentlich nur ein Gebäude mit 9 Stockwerken), wo überwiegend die Büros der Professoren sind und in der sogenannten "Neuen Mensa" - das ist das ehemalige Mensa-Gebäude, was jetzt überwiegend für Kursräume genutzt wird. Allerdings ist es dort tierisch kalt und die Studenten sitzten in dicken Winterjacken und Mützen in den Seminarräumen.

    Vorteil ist allerdings, dass die Mathematiker sozusagen mit den Informatikern auf dem Campus "zurückgelassen" wurden und die Räume dementsprechend frei verfügbar sind - du dich also nicht in überfüllten Biblitoheken zurückziehen musst, wenn du mit einer Lerngruppe arbeiten willst. Wenn ich die Wahl zwischen einem freien Raum im Mathe-Turm habe oder einem verschlossenen Raum im Westend-Seminarhaus mit Smartboard-Tafel, fällt die Wahl nicht schwer..
  • Mathe wird, genauso wie Wiwi, normalerweise auch ohne Nebenfach studiert.
    Wenn du sowieso in die Richtung quantitative Finance gehen willst, kannst du aber auch "Finanzwirtschaft" (mit allen drei FIN-Modulen + DER1) als Anwendungsfach wählen und sparst dir das Marketing/Management-Geschwafel.
  • Wallace schrieb:

    Habe im Studium auch Leute kennengelernt, die das so studieren und das sind alles Brains, die einem aber auch beim Reden ins Gesicht schauen können, bzw mit denen man sich auch Unterhalten kann/möchte.

    Naja, ich habe schon das Gefühl dass einige Studenten sich ein wenig auf ein Podest stellen, da sie mit Mathematik einen der vermeintlich anspruchsvollsten Studiengänge studieren und sich dementsprechend auch ein wenig überlegen fühlen. Zumindest, wenn dann der patzige TrollfingBastian, dessen mathematische Kenntnisse sich zuvor auf Grundkurs und OMAT beschränken, mal im Tutorium 'ne dumme Frage stellt und direkt schief angeschaut wird. Einige Tutoren dort denken auch, sie hätten die Weisheit mit Löffeln gefressen und scheinen sich wohl auch daran "aufzugeilen", dass sie 2 Mal die Woche eine Bedeutung im Leben haben. Zumindest eine Sache, die bei WiWi besser ist als bei Mathematik.

    Die kochen auch nur mit heißem Wasser. Was auch störend ist, ist die Tatsache, dass man wöchentliche Abgaben machen, um überhaupt zur Klausur zu gelassen zu werden. Einfach mal ein Modul vernachlässigen und sich dann in der Klausurenphase vorher reinhauen - wie z.B. bei OWIN oder BACC der Fall - ist hier nicht mehr möglich! Zudem kommt die lästige Anwesenheitspflicht in den Übungen und die Tatsache, dass man nur zwei Mal pro Semester fehlen darf. Was Studentenfreundlichkeit angeht ist WiWi da definitiv besser aufgestellt.

    @FrankfurterBoy: Hier noch ein Tipp. Viele der Veranstaltungen werden aufgezeichnet und sind online, auch für Nicht-Studierende, verfügbar. Unter den folgenden Links kannst du mal einen Eindruck der Vorlesungen gewinnen und schauen, ob das was für dich ist. Zumindest wäre ich froh, wenn mir als Schüler solche Hinweise gegeben wurden.

    Statistik (Dr. Cserna) - Erstsemester Vorlesung in WiWi. Ist zwar von 2013, aber die Vorlesung ist seit Jahren diesselbe.
    Mathematical Methods for Finance & Economic Theory (Dr. Cserna) - Vertiefungsmodul in WiWi (5./6.Semester)
    Einführung in die computerorientierte Mathematik (Coja-Oghlan) - Erstsemester-Vorlesung in Mathematik
    Grundlagen der Programmeriung 1 (Krömker) - Erstsemester-Vorlesung in Informatik
  • Würde mir an deiner Stelle Wirtschaftsmathematik an der TU in Darmstadt anschauen. Das ist nicht weit weg und du hast das volle Programm eines Mathestudiums mit Nebenfach Wirtschaft.
    Ist eine Top Uni aber auch sehr anspruchsvoll.
  • Bateman schrieb:

    Wenn du sowieso in die Richtung quantitative Finance gehen willst, kannst du aber auch "Finanzwirtschaft" (mit allen drei FIN-Modulen + DER1) als Anwendungsfach wählen und sparst dir das Marketing/Management-Geschwafel.



    MaartenJR schrieb:

    Würde mir an deiner Stelle Wirtschaftsmathematik an der TU in Darmstadt anschauen. Das ist nicht weit weg und du hast das volle Programm eines Mathestudiums mit Nebenfach Wirtschaft.
    Ist eine Top Uni aber auch sehr anspruchsvoll.



    Nochmal vielen Dank. Bin jetzt schon ein ganzes Stück weiter (von der Entfernung käme Darmstadt natürlich auch noch in Frage). Es wird dann wohl

    1) Mathematik mit Nebenfach Finanzwirtschaft an der Goethe Uni

    oder

    2) Wirtschaftsmathematik an der TU Darmstadt

    Ich habe mich etwas schlau gemacht und bin hin und hergerissen. Bitte sagt mir, wenn das totaler Quatsch ist, was ich hier zusammentrage (habe als Abiturient ja noch nicht so den Einblick) mein Eindruck ist, dass Darmstadt in Mathe besser ist, aber Frankfurt vielleicht für quantitatives Finance geeigneter (was ja mein Hauptinteresse ist). Der Mathe-Fachbereich in Darmstadt hat jedenfalls die viel bessere Homepage für Studieninteressenten, bietet auch ein bilinguales Studium an und ist sehr forschungsstark. Frankfurt hat dagegen diesen
    wirklich miesen Campus. Andererseits fürchte ich in Darmstadt, dass ich vielleicht am Thema vorbeistudiere, da es dort am Fachbereich Wiwi gar kein Finance gibt und die Mathematiker an einer TU wahrscheinlich eher mit den Ingenieuren zusammenarbeitet. Was ist für die Finanzindustrie wichtiger, der bessere Ruf der Uni oder die passende Schwerpunktsetzung ?

    Ich verstehe auch gar nicht, wieso Darmstadt einen Studiengang Wirtschaftsmathematik anbietet, wo es dort kaum Wiwis gibt und Frankfurt nicht ??? In Frankfurt habe ich noch das "Frankfurt MathFinance Institute" gefunden, was sich ganz interessant anhört. Kann dazu vielleicht jemand was sagen ?















  • Es gibt es Darmstadt auch Wiwis, es geht darum, dass die Profs in einem Wirtschaftsmathematik Studium richtige Mathe Profs sind im Vergleich zu Frankfurt. Wenn du mathematisch richtig auf Zack bist, dir der Mathe LK also immer einfach gefallen ist, dann gehe nach Darmstadt.

    Das was du so willst gibt es nicht. Warum? Bolonga. Wenn du unbedingt quantitatives Finance von Finance Leuten hören willst, dann musst du hier in Frankfurt den Master of quantitative Finance machen, der Teil des Phd Programmes ist.

    Was du davor machst ist egal. Wirtschaftsmathe ist halt spezieller und Wiwi allgemeiner. Von mathematischen Niveau her sind das jedoch Welten.

    Sinnvoll wäre also: Bachelor wirtschaftsmathe und Master Quantitative Finance in Frankfurt. Ohne Master geht sowieso wenig, es sei denn du machst wirklich ein Doppelstudium, was du dir gut überlegen solltest. Ein 1,0 Abi sagt nichts darüber aus ob man dafür geeignet wäre
  • Frankfurt hat dagegen diesen wirklich miesen Campus.

    Ganz vielleicht sollte man sein Studium nicht nach diesem Gesichtspunkt wählen... aber nur ganz ganz vielleicht...

    Mathematik mit Nebenfach Finanzwirtschaft an der Goethe Uni

    Es heißt Anwendungsfach, nicht Nebenfach. Das ist ein kleiner, aber feiner Unterschied! Das Nebenfach hat meistens 60 Credits und zieht sich über das gesamte Studium. Das Anwendungsfach hingegen hat nur lächerliche 22 CPs und hat eigentlich kaum Aussagekraft. Es ist viel mehr aus der Motivation entstanden, dass die Uni keine verschrobenen Fachiditioten ausbilden will und daher die Studenten in andere Fachbereiche reinschnuppern lässt. Nicht mehr und nicht weniger. Es ist vollkommen absurd anzunehmen, dass man nach dem Besuch der vier Module OFIN, BFIN, PFIN und DER1 sofort mit Portfolios jongliert und als Finanzmathematiker Milliarden zusammenbaut.
  • Wiwi1234567 schrieb:

    Es gibt es Darmstadt auch Wiwis, es geht darum, dass die Profs in einem Wirtschaftsmathematik Studium richtige Mathe Profs sind im Vergleich zu Frankfurt. Wenn du mathematisch richtig auf Zack bist, dir der Mathe LK also immer einfach gefallen ist, dann gehe nach Darmstadt.

    Das was du so willst gibt es nicht. Warum? Bolonga. Wenn du unbedingt quantitatives Finance von Finance Leuten hören willst, dann musst du hier in Frankfurt den Master of quantitative Finance machen, der Teil des Phd Programmes ist.

    Was du davor machst ist egal. Wirtschaftsmathe ist halt spezieller und Wiwi allgemeiner. Von mathematischen Niveau her sind das jedoch Welten.

    Sinnvoll wäre also: Bachelor wirtschaftsmathe und Master Quantitative Finance in Frankfurt. Ohne Master geht sowieso wenig, es sei denn du machst wirklich ein Doppelstudium, was du dir gut überlegen solltest. Ein 1,0 Abi sagt nichts darüber aus ob man dafür geeignet wäre



    Meine Lehrerin im Mathe-LK hat mir explizit empfohlen Mathe zu studieren. Ich vergleiche auch nicht WiWi in Frankfurt mit Wirtschaftsmathe in Darmstadt sondern, sondern Mathe+Wiwi an beiden Unis. Ich muss schon sagen, dass der Campus für mich schon auch ein Kriterium ist.
    Bei Darmstadt ist mir halt nicht klar, ob es eine echte Verbindung zwischen Mathematik und Wiwi gibt oder ob man das nur so nebenher studiert
  • Wenn das so ist, dann würde Darmstadt wählen, da dort die Dinge eben nicht nebeneinander angeboten werden. Das Mathestudium an einer TU ist oft noch ein Tick angewandter als an einer Uni. Dort wirst du mehr „praktisches“ lernen als im in Mathe an der Goethe, wo viele Dinge - durchaus zurecht - keinen Anwendungsbezug für die Wirtschaftswissenschaften haben.

    Aber im in Finance richtig auf Zack zu kommen - das gilt für alle Bereich in Wiwi - muss ein Master gemacht werden. Auch wenn es gute Bachelormodule gibt, die sind ingesamt eher Micky Maus im Vergleich zu einem gescheiten Master.
  • Meine Lehrerin im Mathe-LK hat mir explizit empfohlen Mathe zu studieren.

    Es geht hier auch nicht darum dich fertig zu machen oder deine Kompetenz in Frage zu stellen. Im Gegenteil: wir finden es ja gut, dass du dich schon frühzeitig informierst und dich nicht blind ins nächste Abenteuer stürzt. Wenn ich bedenke, was ich damals für dumme Fragen gestellt habe. :D Lehrer sind auch nur Menschen. Wenn's damals nach der expliziten Empfehlung meiner LK-Lehrerin gegangen wäre, wäre ich jetzt übrigens Lehrer für Deutsch und Ethik. :X

    Ich muss schon sagen, dass der Campus für mich schon auch ein Kriterium ist.

    Das muss natürlich jeder für sich selbst wissen. Über 2340 Studenten lernen in Bockenheim - übrigens ohne Probleme. Und der HZ 2 in Westend und der H VI in Bockenheim nehmen sich nicht viel. Die Gebäude im Westend haben eher eine Repräsentationsfunktion. Abgesehen von ein paar Finanz-Tutorien wirst du das House of Finance so gut wie gar nicht betreten.

    Bei Darmstadt ist mir halt nicht klar, ob es eine echte Verbindung zwischen Mathematik und Wiwi gibt oder ob man das nur so nebenher studiert

    Liest du überhaupt, was das Dummchen dir vorhin gesagt hat? Das Anwendungsfach in Mathe hat Null Ausssagekraft. Wie Wiwi1234567 schon gesagt hast, hörst du da - abgesehen von Derivatives1- nur die absoluten Grundlagenmodule (Finanzen I - III) und nicht mehr. Das Anwendungsfach ist eher als kleine Ergänzung zum Studium gesehen. Eine Freundin von mir studiert momentan Mathe mit Anwendungsfach Medizin. So viel dazu. Eine echte Verbindung gibt es da nicht.

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