Der Klausur-Résumé-Thread (WPMs)
  • English for Economists D Course (EBCD), Marburger

    Cooles Modul, was einen sehr an den Englisch Unterricht aus der Schule erinnert. Begrenzte Anzahl an Studenten, lässige Dozentin mit trockenem britischem Humor und konstruktive Arbeitsatmosphäre. Thema bei uns war Banking Topics, man lernt also viele spezifische Fachbegriffe, aber auch Vokabeln und Tipps um Essays oder Bachelorarbeiten auf Englisch zu schreiben. Mündliche Mitarbeit ist ausdrücklich erwünscht und trägt zu einer positiven Lernatmosphäre bei. Man kann auch einen Referat halten und so seine mündlichen Fähigkeiten verbessern. Ebenfalls gibt es wöchentlich Hausaufgaben. Die Prüfungsleistung bestand zu 20% aus einer mündlichen Panel Discussion und zu 80% aus einer Klausur, die aus einem Essay, 5 Vokabeln und 5 inhaltlichen Fragen bestand. Klare Empfehlung für diesen Kurs!

    Introduction to Macroeconomic Models of Asset Pricing (MMAP), Hillebrand

    Muss gestehen, dass ich anfangs etwas anderes von dem Modul erwartet habe, als das was behandelt wurde. Vorab: Sehr theoretisches Fach, um nicht zu sagen ausschließlich. Man sollte schon Interesse mitbringen. Nichts desto trotz war es ein durchaus interessantes Modul und Prof. Hillebrand steht zu 100% dahinter den Studenten selbst schwierige Themen verständlich zu vermitteln. Ein wirklich sehr engagierter Prof, der sehr gerne auf Fragen eingeht. Zur Vorbereitung, kann man sagen, dass Verständnis wirklich erforderlich ist und pures Auswendiglernen einem nicht viel nützt. Klausur war so naja, viele empfanden sie doch schwieriger als erwartet.

    Business Cycle Theory and Policy (BCTP), Meyer-Gohde

    Anfangs ein kleiner Recap aus PMAK, aber dann geht es recht schnell zu den 2 wesentlichen Modellen, die in diesem Fach behandelt werden (RBC & New Keynesian). Der Prof hat viel Spaß an seinem Fachgebiet und das merkt man auch an seiner Vorlesung, schweift aber hin und wieder etwas vom Thema ab. Anmerkung: Der Kurs befasst sich eher mit dem Teil "Theory" und "Policy" wird so gut wie gar nicht behandelt. Der Assistent kam dieses Jahr neu an die Uni und musste sich erst mal bisschen gewöhnen, war aber sehr hilfsbereit, wenn auch bisschen verpeilt. In den Vorlesungsfolien kamen viele ausführliche Beweise dran, die jedoch nicht, in dem Umfang, relevant für Klausur waren. Hauptfokus lag auf den Problem Sets. In der Klausur waren 30 Punkte Wahr-Falsch-Fragen und 60 Punkte drei Anwendungsaufgaben, von denen 2 bearbeitet werden mussten. Auch hier war die Klausur doch trickier als die der Erasmus-Studenten, die uns als Mock-exam diente.

    Introduction to Econometric Forecasting: Predicting Exchange Rates (IEFP), Binder

    Mit das beste Modul in meinem Studium bis jetzt. Wirklich viel gelernt in dem Fach. In den Voraussetzungen steht zwar, dass man Ökonometrie belegt haben sollte, aber ein Time Series Analysis Kurs wäre nützlicher. Hauptsubstanz dieses Kurs besteht aus den verschiednen Zeitreihen-Modellen wie z.B. ARMA, ARFIMA, VEC etc. Der ganze Kurs ist sehr technisch, aber Prof. Binder und sein Assistent sind wirklich sehr bemüht es den Studenten beizubringen und ein Verständnis dafür zu entwickeln. Da der Kurs wie ein Seminar aufgebaut ist, muss man auch eine schriftliche Hausarbeit, in Form von 2 Programmierprojekten, abgeben. Diese sollten in Stata angefertigt werden, was jedoch eher C&P der Problem Sets war, aber nicht zu unterschätzen ist. Die Problem Sets bestehen zu 65% aus Beweisen und der Rest macht Interpretationen der Stata Ergebnisse aus. Die Klausur war Binde-like sehr umfänglich und man ist gerade so fertig geworden und das obwohl man 120min Zeit hatte (war ein e-exam). Fazit: Sehr guter Kurs, den ich ohne weiteres weiterempfehlen kann. Man sollte allerdings Interesse an der Materie mitbringen und von schwierigen Formeln nicht einschüchtern lassen.


  • Fach: LÜAG (Leitung und Überwachung einer AG - Corporate Governance)

    Lernaufwand: 5-7 Tage reine Lernzeit (hab aber eine Tochter, also ohne Kind sollte es auch schneller gehen ;) ), wenn alle Lernunterlagen vorher soweit selbst zusammengestellt wurden, sodass man nur noch auswendig lernen muss. Folien sind gut, es gibt einiges an Lektüre, die man gelesen haben muss, v.a. über neue Urteile oder Präzedenzfälle, Aktualisierungen von Gesetzes etc. Gesetzestexte darf man in Klausur verwenden, braucht man auch!

    Lernart: Vorlesung (digital) anschauen, in Übungen präsent sein (interaktiv, man sollte die Texte dafür vorher lesen, dann ist es easy)

    Klausur: Bestand im SOSE 2020 aus 10 Fragen:
    viele Sonderfälle, weniger Grundlegendes, z.b. Zusammensetzung beim Aufsichtsrat in paritätischen Gesellschaften, statt wie in Vorlesung besprochen in "normalen" AGs, Unterschiede zum amerikanischen (oder EU)-System, Vor- und Nachteile, welchen Unterschied machen neue Regelungen, die seit März in Kraft sind, ein paar Anwendungssituationen, die man einschätzen soll, ob etwas rechtens ist und auf welcher Grundlage

    Während des Semesters: Mittlerer Arbeitsaufwand, aber auch interessanter Inhalt, Prof ist nett, Probeklausur war deutlich (!!!) einfacher als eigentliche Klausur, fand ich ein bisschen schade, hier hätte man sich ruhig am Schwierigkeitsgrad der eigentlichen Klausur orientieren können, damit man ein bisschen mehr abschätzen kann, wie es werden kann

    Fach: MABP (Management betrieblicher Prozesse aus dem Bereich Wi-informatik)

    Lernaufwand: 5-7 Tage reine Lernzeit (hab aber eine Tochter, also ohne Kind sollte es auch schneller gehen ;) ), wenn alle Lernunterlagen vorher soweit selbst zusammengestellt sind, sodass man nur noch auswendig lernen muss und nachrechnen muss. Folien sind gut, in den Vorlesungen wird eigentlich alles angesprochen, eventuell ein bisschen chaotisch durch viele Anekdoten des Profs, die aber einige Praxiseinblicke geben, wie es in der Autoindustrie etc. abläuft.

    Lernart: Vorlesung (digital) anschauen, Übungen durchgerechnet haben

    Klausur: Bestand im SOSE 2020 aus 4 Pflicht und einer Wahlpflichtaufgabe, insg. 3 Wahlmöglichkeiten:
    wie angekündigt lag der Schwerpunkt auf der Übung, wenn man die Übungen alle konnte und die Modelle geübt hatte, konnte man schon 3 von den 4 Pflichtaufgaben lösen (Nr. 1 war ein Aktivitätenmodell nach UML, Nr. 2 Maschinenfolgepläne mit disjunktiven und DigraphenInterpretation und GANTT Chart-Beschreibungen, kritischen Pfad und NPT erstellen mit sämtlichen Knotenpunktberechnungen, allerdings aus DiGraph, nicht aus "einfacher" Maschinenfolge, also etwas anspruchsvoller und komplexer), Nr. 3 war eine Aufgabe zum Planned Value und Earned Value mit allen Kennzahlen (Formeln muss man können) und der Interpretation dieser sowie weitere Modifikationen (was passiert, wenn Arbeiter 2 Wochen krank war und sich Projekt verschiebt?...) Nr. 4/5/6 waren Wahlaufgaben, jeweils mit einer Beschreibung und Fragen zu einem im Gastvortrag vorgestellten Thema/Modell, Nr. 7 waren 10 Multiple Choice Fragen zu Theorien (Knowledge Management, verschiedene Modelle, IT security und Governance, im Grunde aus jedem Thema etwas)

    Während des Semesters: Mittlerer Arbeitsaufwand, aber auch interessanter Inhalt, Prof ist nett, Mitarbeiter des Lehrstuhls sind auch nett und antworten schnell auf Fragen, wer IT und Prozess- bzw. Projektmanagement mag, ist hier richtig, alles ist sehr fair gewesen!
    Es gab eine Probeklausur mit ähnlichen Klausuraufgaben zur Übung (hierbei eEMP: "Pizzalieferungsprozess", UML Use Case Diagramm mit Ablauf eines Geldautomaten mit Kunde, Bankmitarbeiter und Systemmitarbeiter, ähnlich zu den Aufgaben der Übung!)

    Ich hoffe, das hilft dem ein oder anderen ;-)
  • Hey,

    hab frisch den Master angefangen und wollte mal fragen:

    weiß jemand wie JAAN bei Prof. Hommel ist/war? Eventuell auch aus letztem SS (takehome Klausur?)

    ACRE bei Prof. Böcking?
    MMEE bei Minnameier?

    Danke!
  • Das Modul Management betrieblicher Prozesse und Risiken (MBPR) gibt es nur ab SS2021 oder?
  • Fach: BTCP
    Prof: A. Meyer Gohde
    Lernaufwand: Unter dem Semester immer auf dem aktuellen Stand, am Ende in 3-5 Tagen alles wiederholt
    Lernart: 2/3 Übung und 1/3 Verständnis aus der Vorlesung
    Klausur: Offene Wahr/Falsch Fragen, Block zum RBC mit HHmax wo ein neuer Parameter dabei war den man interpretieren musste, Block zum NKM wo es Verständnisfragen zu der Formel C(i)=(P(i)/P)^-e*C und zur NKPC gab. Am Ende noch ein kleiner Block wo man ein paar Gleichungen LogLinen musste und bei einer Formel über den Satz von LHoptial den Grenzwert bestimmen sollte (jeweils 3P für insgesamt 5 solcher Technicals).

    Tipp: Vorlesung zwar interessant aber an vielen Stellen mit "What the F***?!" Momenten verbunden, vor allem VL 9 (MUC und Inner Circles, Blanchard Kahn Solutuin etc). Diese Vorlesungen und vor allem diese krassen Herleitungen, die manchmal aber auch vom Himmel fallen, sind am Ende nicht so relevant. Das ist nämlich oft wirklich schon Master oder sogar PhD (!) Niveau und wird nicht so detailliert abgefragt! Also versucht garnicht alles aus der Vorlesung zu verstehen, das klappt einfach nicht.

    Es reicht für eine gute Note wenn man sich während des Semesters mit den Übungen und Altklausuren vorbereitet. Am Ende die Vorlesung für das Gesamtverständnis anschauen, aber wirklich nicht versuchen alles zu verstehen. Das hat mich nämlich an den Rand des Wahnsinns gebracht.
    Ihr solltet halt zusätzlich zur Übung vielleicht noch LogLinen können und die IRFs interpretieren können.

    Etwas zu Matlab wurde nur in einer offenen Frage zu Beginn abgefragt. Ansonsten müsst ihr aber die Graphen lesen können.

    Noch ein sehr hilfreicher Kommentar dazu vom 1&1 Kundensupport :

    Würde mich wirklich nur auf die Übungen und Altklausuren konzentrieren und die VL am Ende durchgehen. In der VL wird zwar das ganze Grundgerüst erklärt, allerdings ist das viel zu theoretisch für die Klausur. Beherrscht auf jeden Fall Log-Linearisierung und die einzelnen Umformungsschritte aus den Übungen, Interpretation der MATLAB Graphen und die Mikro Kenntnisse des New Keynesian Modells. Letzeres wird von Meyer-Gohde normalerweise als extra Datei hochgeladen und wurde bei uns eine eigenständige Aufgabe. Es gibt noch Kleinigkeiten aus der Vorlesungen bezüglich der Interpretation von Parametern, z.B. wie die Substitutionselastizitäten die New Keynesian Phillips Curve beeinflussen. Sowas allgemeines muss dann natürlich aus der VL schon gelernt werden, allerdings müsst ihr nicht alle Umformungsschritte können. Meine Zusammenfassung ist auch hochgeladen, aber die würde ich nur empfehlen, wenn ihr wirklich alle Umformungsschritte verstehen wollt. Ansonsten guckt mal in das ABCs for RBC Buch für das RBC Modell oder in das Galí Buch. Letzteres fand ich sehr gut

  • Fach: LÜAG (Leitung und Überwachung einer AG - Corporate Governance)

    Lernaufwand: 5-7 Tage reine Lernzeit (hab aber eine Tochter, also ohne Kind sollte es auch schneller gehen ), wenn alle Lernunterlagen vorher soweit selbst zusammengestellt wurden, sodass man nur noch auswendig lernen muss. Folien sind gut, es gibt einiges an Lektüre, die man gelesen haben muss, v.a. über neue Urteile oder Präzedenzfälle, Aktualisierungen von Gesetzes etc. Gesetzestexte darf man in Klausur verwenden, braucht man auch!

    Lernart: Vorlesung (digital) anschauen, in Übungen präsent sein (interaktiv, man sollte die Texte dafür vorher lesen, dann ist es easy)

    Klausur: Bestand im SOSE 2020 aus 10 Fragen:
    viele Sonderfälle, weniger Grundlegendes, z.b. Zusammensetzung beim Aufsichtsrat in paritätischen Gesellschaften, statt wie in Vorlesung besprochen in "normalen" AGs, Unterschiede zum amerikanischen (oder EU)-System, Vor- und Nachteile, welchen Unterschied machen neue Regelungen, die seit März in Kraft sind, ein paar Anwendungssituationen, die man einschätzen soll, ob etwas rechtens ist und auf welcher Grundlage

    Während des Semesters: Mittlerer Arbeitsaufwand, aber auch interessanter Inhalt, Prof ist nett, Probeklausur war deutlich (!!!) einfacher als eigentliche Klausur, fand ich ein bisschen schade, hier hätte man sich ruhig am Schwierigkeitsgrad der eigentlichen Klausur orientieren können, damit man ein bisschen mehr abschätzen kann, wie es werden kann



    Im Wintersemester als mündliche Prüfung -> Corona
    Lernaufwand: 12 Tage reine Lernzeit

    sonst wie KathaWie und Probefragen waren deutlich einfacher als eigentliche Prüfung

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