OFIN Altklausuren (Frage)
  • Hallo Leute,

    ich habe ein paar Fragen zu der OFIN-Übungsklausur vom WS 2015/16 (http://www.raute.de/index.php?section=downloads_show&ID=3913),

    zu Aufgabe 1d) 'Wenn es einen perfekten KM mit dem Zinssatz von 3 % gibt, kann der Investor in t = 1 maximal 650 konsumieren.

    Ich komme auf: 630 (Start) + 3,88 (NPV 2) + 6,8 (NPV 3) = 640,68...
    640,68*1,03 = 660 und nicht 650

    2d) Gibt es in dieser Ökonomie ein Portfolio mit einer erwarteten Rendite von 20 % und einer Renditestandardabweichung von 25 %

    Mein Ansatz: 0,2 = rf +[ (mü t - rf)/sigma t]*0,25
    = 0,05 + [0,114 - 0,05)/0,15]*0,2 = 0,156 ----> also nicht Mü q = 0,2

    2e) Wie ist das Marktportfolio zusammengesetzt, wenn in der Ökonomie mit den beiden obigen Aktien Gleichgewicht herrscht?


    Würde sagen,, wie das Tangetialportfolio. Also einfach mü p - rf = Beta p (mü m - rf)

    2f Berechnen Sie die erwartete Gleichgewichtsrendite eines Wertpapiers mit Beta 1,5. Sollten Sie die vorherige aufgabe nicht gelöst haben, nehmen sie eine erwarete Rendite des Marktportfolios von 11 % an.

    Welche Werte aus der 2e sind damit gemeint?

    Aufgabe 5a
    Ist das ein Call oder Put?

    und bei 5d..soll man da in das Kästchen wirklich 5 mal den Hedging-Ansatz machen? Und ist das Call oder Put?

    Mit freundlichen Grüßen,

    Carlo Bilanzi


  • Aqua
    Member
    1d) Passt doch, das ist ja eine Richtig / Falsch Frage, also wäre in diesem Falle Falsch richtig gewesen.
    2d) Passt.
    2e) Richtig.
    2f) Da musst du einfach nur die Werte in die CAPM Gleichung einsetzen -> 0,05 + 1,5 * (0,114-0,05), mit dem Wert ist einfach nur der Erwartungswert vom Marktportfolio gemeint und da dieses bekanntlich äquivalent dem Tangentialportfolio ist, ist die erwartete Rendite gleich.
    5a) Verkaufsoption = Put
    5d) Natürlich nicht! Es ist nach der Auszahlung (Max Payoff) gefragt, nicht nach dem Wert des Instruments. Die Bedingungen stehen ja direkt darüber, wann wie viel ausgezahlt wird. Es ist ein Zertifikat und somit keine reine Put / Call Option.
  • Grazie mile, Aqua O:)

    Ich habe noch eine Frage zu 2g: Man soll das Beta berechnen. Formel wäre

    Beta Assets = w Beta1 + (1-w) Beta2...

    Jetzt steht da 'Berechnen Sie anschließend die Beta-Koeffizienten der beiden Aktien''.
    Die braucht man doch erstmal um Das Portfolio-Beta zu berechnen, oder? ...was ist denn Beta? 1,5?

    Mein Ansatz wäre E [rEK] = rf + Beta EK (E(rm)-rf)...aber wir wissen ja nicht den Anteil vom EK? Oder soll man 100 % nehmen, weil es nur Aktien sind?
  • Aqua
    Member
    Die Aufgabe hat mich auch verwirrt. Ich habe auch erstmal die Betas der einzelnen Aktien berechnet und diese anschließend gewichtet. Anders macht das für mich keinen Sinn.
  • Ich habe bei 2 g) ein Gleichungssystem aufgestellt. Da die Rendite des Portfolios mit der negativen Gewichtung gleich dem risikolosen Zins ist, muss das Beta=0 sein. Das 60:40 Portfolio ist das Tangentialportfolio, also (-->2 e) "Gleichgewicht") ist es das Marktportfolio mit einem Beta von 1.
    1=B1 * w + (1-w) * B2
    0= B1 * w + (1-2) * B2
    B1= 0,625 B2 = 1,5625
    Hoffe, dass es Sinn ergibt
  • Hast Du (+die anderen) mal Lust die Lösungen zu vergleichen? Gibt ja nirgendswo welche (oder?) und ich komme hier echt nicht weiter:

    Meine Lösungen wären

    1) Investitionsrechnung
    a) F Der Konsum in t = 1 kann nur aus den Cash Flows der Projekte kommen
    b) F Der Konsum in t= 1 beträgt 520. Der nach Durchführung in t = 0 verbleibende Betrag kann nicht nach t = 1 übertragen werden
    c) F Projekt 1 hat bei einem Zinssatz von 3 % einen negativen NPV, während P2 + P3 positive NPVS haben
    d) F 630 (Start) + 3,88 (NPV 2) + 6,8 (NPV 3) = 640,68...
    640,68*1,03 = 66
    e) F C1 = (640,68 - C0) * 1,03
    C1 = (640,68-200)*1,03
    = 453,90
    Der Investor kann bei C0 = 200 in t= 1 nur 453,90
    f) R Bei diesem Zinssatz wird gar kein projekt durchgeführt. Der maximale Konsum ist somit der Endwert des Anfangsvermögens
    630*1,15 = 724,5

    2 Portfolio Theorie und CAPM

    a) KML = mü q = rf + [(mü t-rf) /sigma t]* sigma q
    SML = mü p - rf = Beta p (mü M - rf)
    b) SR = (mü t - rf) / sigma t
    mü t = 0,6*0,09 + 0,4*0,15 = 0,114

    sigma² t = w1²*sigma1²+(1-w1)²sigma2²+2w1(1-w1)*p12*sigma1*sigma2
    = 0,6²*0,15²+0,4²*0,3²+2*0,6*0,4*0*0,6*0,4
    =0,0225

    Wurzel ziehen
    sigma t = 0,15

    SR = (0,114-0,05)/0,15 = 0,426

    c) mü q = rf + [(mü t-rf)/ sigma t]* sigma q
    = 0,05 + [(0,114-0,05)/0,15]*0,2 = 0,1353

    d) 0,2 = rf +[ (mü t - rf)/sigma t]*0,25
    = 0,05 + [0,114 - 0,05)/0,15]*0,2 = 0,156 ----> also nicht Mü q = 0,2

    e)wie das Tangetialportfolio. Also einfach mü p - rf = Beta p (mü m - rf)

    f) 0,05 + 1,5 * (0,114-0,05) = 0,596

    g) hat Stabilo gerade erklärt


    3) Markteffizienz


    a) stets am Handelstag nach Feiertag -> historisch -> schwach
    b) Aktienmarkt -> allen zugänglich -> mittel
    c) ohne weitere Ereignisse -> Insiderinfo (?) -> stark
    d) Analyst fertigt Bericht -> Analyst = Insider? -> stark
    e) Umrechnung -> öffentliche Daten -> mittel
    f) 'gibt bekannt' -> öffentliche Info -> mittel
    g) Keine Ahnung

    4 Kapitalstruktur (aus der OFIN-Übung)
    a) F MM zeigen nur den Arbitragebeweis und machen keine Aussagen über Ek-Kosten als Fkt von l
    b) F die Verhaltensannahmen können so beliebig sein, dass damit auch konstante oder beliebige WACC erklärt werden
    c) F Die EK sollten höher sein und nicht niedriger
    d) R Die EK-Rendite wird immer rikskanter, desto höher das Unternehmen verschuldet ist
    e) F MM zeigen, wie sich Gesamtkapitalkosten bei Arbitragefreiheit verhalten müssen. EK und FK-Kosten werden mit zusätzlichen Annahmen hergeleitet
    f) F Das WACC unabhängig von Leverage ist, wird mit hilfe des Arbitragebeweises gezeigt
    g) Der WACC ist der Diskontierungszins der zur Berechnung des Unternehmsnwertes genutzt wird, somit ist die Aussage unabhängig von dem Modell
  • Aqua
    Member
    Stabilo schrieb:

    Ich habe bei 2 g) ein Gleichungssystem aufgestellt. Da die Rendite des Portfolios mit der negativen Gewichtung gleich dem risikolosen Zins ist, muss das Beta=0 sein. Das 60:40 Portfolio ist das Tangentialportfolio, also (-->2 e) "Gleichgewicht") ist es das Marktportfolio mit einem Beta von 1.
    1=B1 * w + (1-w) * B2
    0= B1 * w + (1-2) * B2
    B1= 0,625 B2 = 1,5625
    Hoffe, dass es Sinn ergibt



    Perfekt, ich danke dir!

    Ich hätte auch nochmal eine Frage zur 5. e) ii) -> kommt da auch 50 raus bei euch?
  • bei der 5 e) ii) habe ich 23,81 raus, aber da bin ich mir unsicher. Werde es nochmal durchrechnen. Welche Klausuren habt ihr gemacht? Ich habe so gut wie alle von 2007-2016 vom Schlag gemacht. Werde die, die ihr auch gemacht habt heute Abend abtippen
  • Also...ich habe von Schlag

    ->Die aktuelle Probeklausur (die gleichzeitig die 'echte' Klausur vom WS 2015/16 war) + Lösung aus VL
    ->Probeklausur WS 2015/16
    ->Probeklausur WS 2014/15
    -> WS 2009/2010 (Gruppe A + B)
    -> Probeklausur WS 2009/10
    -> SS 2009 (Gruppe A + für Gruppe B mit Lösungen aus raute)
    -> WS 2007/08
    -> Übungsklausur WS 2007/08 mit Lösungen aus raute
    -> SS 2007 mit Lösungen aus raute
    -> Probeklausur SS 2007
    -> WS 1998/99

    Wäre super, wenn jemand, zumindest von den Probeklausuren WS 15/16 und WS 14/15 die Lösungen hätte, bin mir nämlich echt nicht sicher... O:)
  • Aqua schrieb:


    5a) Verkaufsoption = Put



    ok, ich habe jetzt:
    S0 = 20, Su = 30, Sd = 20

    Pu max = (25-30, 0) = 0
    Pd max = (25-20, 0) = 5

    0 - Delta*30 = 5-Delta*20
    => Delta = -0,5

    Risikozahlung= 0-(-0,5) = 15
    Barwert: 15*1,05^-1 = 14,2857

    P0 - (-0,5)*25 = 14,2857
    => P0 = 1,77857

    Wo muss man jetzt noch die Information mit den 27 € verarbeiten?

    Also, man könnte es ja so machen wie in Übung 12, Slide 11
    S0 + P0 = K/1+r + C0....aber das gilt ja nur, wenn der Basispreis gleich ist.
  • 1a und 1b ist bei dir falsch. a) ist Richtig. und b) stimmt auch. -> 630-500 (Rest der Anfangsausstattung) plus 200 + 210 + 110 =650
  • Könnte man bei 3b nicht so argumentieren, dass bei vielen Informationen starke Kursbewegungen auftreten und nach einem handelsfreien WE viele neue Informationen vorliegen, welche noch nicht im Kurs "verarbeitet" werden konnten, und da laut Skript starke Markeffizienz mit vielen Informationen verbunden ist, in diesem Beispiel eben starke Markteffizienz vorliegt?
    So ein ähnliches Beispiel kam, meine ich, auch in der Übung dran.
  • Aqua
    Member
    CarloBilanzi schrieb:

    Aqua schrieb:


    5a) Verkaufsoption = Put



    ok, ich habe jetzt:
    S0 = 20, Su = 30, Sd = 20

    Pu max = (25-30, 0) = 0
    Pd max = (25-20, 0) = 5

    0 - Delta*30 = 5-Delta*20
    => Delta = -0,5

    Risikozahlung= 0-(-0,5) = 15
    Barwert: 15*1,05^-1 = 14,2857

    P0 - (-0,5)*25 = 14,2857
    => P0 = 1,77857

    Wo muss man jetzt noch die Information mit den 27 € verarbeiten?

    Also, man könnte es ja so machen wie in Übung 12, Slide 11
    S0 + P0 = K/1+r + C0....aber das gilt ja nur, wenn der Basispreis gleich ist.


    Aufpassen. Bei den Payoffs musst du bereits den Basispreis verarbeiten.

  • Aqua
    Member
    elgordito schrieb:

    1a und 1b ist bei dir falsch. a) ist Richtig. und b) stimmt auch. -> 630-500 (Rest der Anfangsausstattung) plus 200 + 210 + 110 =650



    Nein, das hat er richtig. OHNE Kapitalmarkt kannst du keinen Konsum verschieben, der Konsum in t=1 ergibt sich also bloß aus den Cashflows. Will man somit t=0 maximieren, führt man kein Projekt mit negativem Cashflow in t=0 durch. Will man t=1 maximieren, führt man kein Projekt mit negativem Cashflow in t=1 durch.
  • Aqua schrieb:


    Aufpassen. Bei den Payoffs musst du bereits den Basispreis verarbeiten.



    Also immer die 25 durch die 27 ersetzen und es passt, ja?
    O:)

    Wie sieht es denn mit der 5b aus? Ist das dann dasselbe Spielchen wie 5a, nur mit Call?

    Und entschuldigt meine kindliche Unwissenheit, aber bei der 5e. Den Wert des Zertifikats eines Zertifikats haben wir ja in der Probeklausur berechnet. Aber wie ist das mit der Auszahlung, wenn hier 5 verschiedene Werte gegeben sind?
  • Aqua schrieb:

    elgordito schrieb:

    1a und 1b ist bei dir falsch. a) ist Richtig. und b) stimmt auch. -> 630-500 (Rest der Anfangsausstattung) plus 200 + 210 + 110 =650



    Nein, das hat er richtig. OHNE Kapitalmarkt kannst du keinen Konsum verschieben, der Konsum in t=1 ergibt sich also bloß aus den Cashflows. Will man somit t=0 maximieren, führt man kein Projekt mit negativem Cashflow in t=0 durch. Will man t=1 maximieren, führt man kein Projekt mit negativem Cashflow in t=1 durch.

    Die CFs in t1 sind doch alle positiv? Wenn er nur an Konsum in t1 interessiert ist, führt er doch alle durch, weil alle in t1 positiv sind?


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