Schwerpunkt nach O-Phase
  • Welche Erfahrungen habt ihr mit eurer Schwerpunktwahl gemacht?
    Ich kann mich zwischen Economics und Finance nicht entscheiden. In der O-Phase war ich sowohl in quantitativen Fächern als auch in VWL, Finanzen1 gut.
    Mich interessieren irgendwie beides. Habt ihr irgendwelche Tipps?


  • Ich kann mich nicht zwischen Management und VWL entscheiden. Ich denke beruflich will ich später eher in den Management-Bereich, aber Auswendiglernen mag ich nicht so. Ich finde es weniger anstrengend etwas nur verstehen zu müssen so wie in Mathe etc.
    Am einfachsten fand ich bisher die Fächer: OMAT, OSTA und OWIN. Am Interessantesten fand ich OWIN, OMAR, OREC und OBRW.
    Also ziemlich bunt gemischt.

    Meine Fragen wären also:
    1. Ist PWIN und PMAR wirklich so auswendiglernlastig?
    2. Ist PMAK und PMIK viel Mathe und wenig wie OVWL?
    3. VWL hat schlechtere Berufsaussichten oder? Und wirkt sich der Schwerpunkt auf die Masterwahl aus? Werde ich dann bei einem Management-Master benachteiligt berücksichtigt?

    Vielen Dank schonmal für die Antworten!!=)
  • Hey eins kann ich dir schon sicher sagen. Für deine Masterwahl wirst du keine Nachteile/Vorteile haben.
  • Wie mathelastig ist der VWL Schwerpunkt wirklich?
    Ich fand die BWL/Faecher auch etwas nervig. Das Auswendiglernen von Marketing zum Beispiel habe ich wirklich nicht gemocht. Am besten hat mir immernoch VWL gefallen. Es hat mich wirklich richtig interessiert, obwohl die Vorlesung von Schefhold von vielen gehasst wird. Das Problem an der Sache ist nur, dass ich die Mathemodule nur durchschnittlich bestanden habe und ich nicht die groesste Leuchte in Mathe bin... alles was ueber Grundlagenkenntnisse heraus geht bereitet mir Schwierigkeiten. Ist VWL dann die falsche Wahl fuer mich ? Kann ich mit Fleiss meine durschnittlichen Kenntnisse in Mathe ausgleichen?
    Wer kann mir einen Tipp geben?
  • bstr
    Member
    @evo100

    Vorab:
    ich hab meinen Bachelor mit Management-Spezialisierung in FFM gemacht. Alles in Allem war ich sehr zufrieden mit den Kursen, und die "Spezialisierung" passiert auch erst in den WPMs. Mathe und Statistik waren ne Katastrophe bei mir (3,x) trotzdem hab ich alles ohne Durchfallen geschafft und der Schnitt hat am Ende auch gepasst. Obwohl mein Schnitt in den Finance-Fächern besser als 2,0 war habe ich mich damals für Management entschieden.

    ==> Schaut euch am besten mal die WPMs an: Welche interessieren Euch am meisten?

    Allerdings hatte ich im Bachelor und auch jetzt im Master das Gefühl nur für die Klausuren und nicht für das Leben / Praxis zu lernen...


    Zu deinen Fragen:

    1: nein. PWIN ist halt wie jedes Info-Fach im Bachelor 60-80% Übungen können und der Rest begleitende Theorie. Marketing geht da schon eher Richtung 50/50... Halt Stichpunkte lernen, sowie Vor- und Nachteile. Allerdings wird dir in jedem späteren Marketing-Fach die Hälfte schon bekannt vorkommen. (4Ps, Nash, Elastizitäten etc etc etc)

    2: Es hält sich in Grenzen. Ich hatte damals allerdings nicht Schefhold in VWL, sondern ne Eintagsfliege der die Vorlesung komplett Richtung Mikro und Makro ausgelegt ahtte. Also das Verstehen von Märkten, den Konzepten etc... Keine historischen Entwicklungen. (Hilft dir allerdings in Ethik)

    3: Schwerpunkt ist für den Master egal. Wüsste nicht wieso man mit VWL schlechtere Aussichten hat... Das eine Jahr Spezialisierung macht keinen zum Fachidioten. Im Prinzip können wir nach dem Bachelor eh noch nix. Es geht darum zu beweisen, dass man es durchziehen kann. Signaling und so^^^

    Tendenziell gilt:
    Management: eher etwas mehr Theorie auswendig lernen
    Finance; eher Formeln auswendig lernen und anwenden
    Economics: eher Konzepte verstehen und die Stellschrauben dieser interpretieren können


    Und was das Image bei den Studenten untereinander betrifft: (persönlicher Eindruck)
    Management: "Die haben eh nix drauf - Versager"
    Finance: "Wir sind die Geilsten, wir können dir sagen wie viel dein Unternehmen wert ist. Und dann kaufen wir es!"
    VWL: "Ich interessiere mich wirklich für die Entwicklung der Wirtschaft im Ganzen und wieso es dazu gekommen ist,"


    Am Ende sind wir jedoch alle die gleichen, kleinen Würstchen. :D


    cheers
  • ich hab Fin/Acc gewählt: warum? mir viel immer Finanzen am leichtesten, auswendig lernen hingegen war für mich immer der Horror... dementsprechend schied Management schonmal aus.

    In Mikro und Makro hatte ich damals meine schlechtesten Noten geschrieben, weil meine mathematischen Kenntnisse nicht ausreichend sind.. Gerade wenn es um Beweise/Herleitungen ging, ging bei mir absolut nichts... Deshalb schied VWL auch aus.

    Mit Fin/ACC hatte ich für mich den richtigen Schwerpunkt gewählt... Mein Verständis für die Fächer ist recht groß und das mathematische ist nicht wirklich komplex, man muss eher die Formeln anwenden können und verstehen, was man macht.

    Was bstr geschrieben hat, kann ich bestätigen. Die Finn/Acc'ler belächeln immer die Managementleute, da das in deren Augen oft die sind, die nichts können und nur auswendig lernen..... So ist es leider in der Uni.... leider gibts sehr viele, die mit Anfang 20 meinen, dass sie schon die großen Manager werden, weil sie Fin/ACC an der Goethe machen...
  • Sachliche Diskussion ohne Polemik und gute Beiträge bisher *top*

    Zum VWL-Schwerpunkt kann ich aus Erfahrung berichten:
    PMAK ist sehr mathelastig, zum Großteil behandelt man das Solow Growth Model im Detail, aber wer die Rechnungen einmal kann, kann sie.
    In PMIK geht es eher um das Verstehen und Anwenden der Konzepte. Gerechnet wird auch, aber das ist ansich eher einfach.

    Bei mir selbst waren meine beiden schlechtesten Noten der OPhase OMAT und OSTA (je 2,3), den VWL Schwerpunkt habe ich dann mit einem Durchschnitt <1,5 abgeschlossen. Eine Besonderheit im VWL Schwerpunkt ist, dass in den P-Kursen zur Hälfte Politiknebenfächler sitzen. Das führt dann in der Regel dazu, dass die VWLer die Noten von 1,0-2,3 abstauben (Tendenz zu Ersterem) und die PoWis zwischen 3,0 und 5,0 landen. <br />

    Ein positiver Nebeneffekt des VWL-Schwerpunktes: du bist mathematisch in den WPMs einfach deutlich mehr auf Zack als z.B. die Management-Leute. Als wir z.B. Preismangement schrieben standen am Ende fast alle VWLer mit einer 1,0 da.
  • Hey,
    vielen Dank erstmal für die vielen hilfreichen Kommentare!

    @Rhombus: Bei Mikro habe ich so ein bisschen die Befürchtung, dass es so in der Art ein wenig OFIN ähneln könnte. Da hab ich nämlich immer etwas länger gebraucht, um die ganzen Modelle zu verstehen. Sind die Fächer vergleichbar?
  • @Evo: überhaupt garnicht... das sind zwei ganz verschiedene Dinge in meinen Augen.
  • Aber es geht wahrscheinlich auch viel um so Modelle oder?
    Blöd, dass man nie "richtige" VWL in der OPhase hat. So kann man sich garnichts darunter vorstellen...=(
  • Ein kleiner Hinweis: in meinen Augen hat die Schwerpunktwahl einen nicht unerheblichen Einfluss auf das anschließende Masterstudium! Wenn du nämlich Economics wählst, kannst du mit dem MSM relativ wenig anfangen, sprich es kommen nur MMF oder MSQE für dich als konsekutive Masterstudiengänge in Frage. Und dort ist es mitunter wesentlich schwerer reinzukommen als in den MSM (s.h. z.B. Requirements....GMAT, TOEFL, etc. ist bei der Bewerbung für MSM nicht zwingend erforderlich).
    Zu VWL in der O-Phase: im Vgl zu dem was man später im Economics-Bereich macht ist das 0815...ich habe zwar im Master den Schwerpunkt-Finance (ich oute mich jetzt mal, auch wenn die Finance-Leute hier anscheinend etwas verpönt sind ;P ), kenne jedoch genügend Leute aus dem Master, die im Schwerpunkt Money&Finance oder Economics studieren...ein kleiner Tipp am Rande: solide Kenntnisse in Econometrics können dabei sehr hilfreich sein ;)
  • @frankfurt: sorry fürs off-topic: aber ich hätte 2 fragen zum msm, falls du schon im höheren Semester bist:

    werden die Noten nach den Grundlagenmodulen in der Regel besser?

    und hast du schon ein Seminar geschrieben in finance? Muss man da wirklich programmieren können?
  • Hey gosge! Tut mir leid dich enttäuschen zu müssen...bin auch (erst) im 2. Semester, sprich habe auch noch kein Master-Seminar belegt, kenne aber wie gesagt ne Menge Leute aus höheren Semestern. Also mir wurde gesagt, dass die Noten in den höheren Semestern, im Durchschnitt, schon etwas besser werden. Aber ist auch irgendwie logisch, da man ja mehr oder weniger frei wählen kann und somit eher nach seinem persönlichen Gusto aussuchen kann.
    Zum programmieren: Es gibt definitiv Seminare, für die Kenntnisse in Matlab, Excel VBA oder Tango einen nicht unerheblichen Vorteil bringen können...also m.E. braucht man Programmierkenntnisse insbesondere im Bereich Derivate/Asset Pricing und Information Management.
    Aber ist auch absolut nachvollziehbar. Versuche mal ein Praktikum im Finance-Bereich zu machen, ohne irgendwann mal mit VBA, Matlab o.ä. geteased zu werden...sollte eher die Ausnahme bleiben ;)

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