Fussnoten in einer BA
  • Hey Leute,

    Ich hab mal ne Frage zu der Anzahl der Fussnoten in einer BA. Wie viele Fussnoten findet ihr so im Durchschnitt okay für eine Bachelorarbeit? Ich weiß dass es stark vom Lehrstuhl abhängt und auch sonst sehr individuell ist, ich wollte aber einfach mal eure Meinung hören. Findet ihr 7 Fussnoten beispielsweise für eine Seite zu viel?

    Vielen Dank schon im Voraus!


  • Hey Leute,

    Ich hab mal ne Frage zu der Anzahl der Fussnoten in einer BA. Wie viele Fussnoten findet ihr so im Durchschnitt okay für eine Bachelorarbeit? Ich weiß dass es stark vom Lehrstuhl abhängt und auch sonst sehr individuell ist, ich wollte aber einfach mal eure Meinung hören. Findet ihr 7 Fussnoten beispielsweise für eine Seite zu viel?

    Vielen Dank schon im Voraus!



    schwer zu sagen, da es ja sehr stark auf die Art der Arbeit ankommt. Gibst du ne Literaturübersicht, schreibst du empirisch etc....

    Ich hatte z.B. am Finance-Lehrstuhl nichts empirisches und habe sehr viel Literaturübersicht gehabt. Da hatte ich z.T. 20-30 Verweise pro Seite, allerdings musste ich deshalb auch keine Fußnoten machen, sondern das im Text direkt in Klammern schreiben.

    Aber wie gesagt, keiner kann dir hier einen Richtwert geben. Auf jeden Fall solltest du deine Fußnoten NICHT einschränken, weil sie dir zu viel vorkommen.
  • Ah ok, weil ich dachte mir, nicht, dass am Ende die Fussnoten die Hälfte der Seite beanspruchen. Ich hab halt angst, dass der prof denkt, ich hätte einfach alle quellen zusammengefasst und die hälfte der arbeit würde nur aus fussnoten bestehen.
    schreibe am finance lehrstuhl, ist aber nicht empirisch.
    Puh, 20-30 Verweise auf einer Seite hören sich viel an...
    Und ich bin ehrlich, was wissenschaftlich an meiner ba sein soll weiß ich bis heute nicht. ich habe das gefühl, ich fasse die paar quellen zusammen und schreibe mal hier und mal da meine eigenen ansichten dazu, also ergänze die zitate usw...
    was meinst du mit literaturhinweisen?
  • wieviele Fußnoten auf einer Seite sind, hängt nicht von deiner Wahl ab, sondern einfach, wieviele Quellen du auf dieser Seite zitierst...

    ABER als Tipp:
    wenn du in den Fußnoten immer die gleiche Quelle mit anderer Fußnote hast, dann mache nicht immer eine neue Fußnote, sondern beziehe dich immer auf die gleiche...
  • Da du schreibst, dass es dir vorkommt als würdest du nicht wissenschaftlich arbeiten, sondern einfach nur Texte wiedergeben, schließe ich daraus, dass es bei dir ähnlich wie bei meiner Arbeit ist.

    Absolut kein empirischer Teil, sehr viel an Literatur wiedergegeben - da ist es völlig normal, dass du viele Literaturverweise hast.

    Zugegeben sieht es ziemlich unvorteilhaft aus, wenn die Häflte der Seite aus Fußnoten besteht. Aus diesem Grund hatte ich meinen Betreuer angeschrieben, ob ich anstatt Fußnoten nicht einfach direkt im Fließtext den Auto in Klammern setzen kann. Das war für ihn völlig in Ordnung und so sah die Arbeit 100x besser aus. Sprech das doch auch mal mit ihm ab, auf diese Weise schreiben recht viele.
  • Da du schreibst, dass es dir vorkommt als würdest du nicht wissenschaftlich arbeiten, sondern einfach nur Texte wiedergeben, schließe ich daraus, dass es bei dir ähnlich wie bei meiner Arbeit ist.

    Absolut kein empirischer Teil, sehr viel an Literatur wiedergegeben - da ist es völlig normal, dass du viele Literaturverweise hast.

    Zugegeben sieht es ziemlich unvorteilhaft aus, wenn die Häflte der Seite aus Fußnoten besteht. Aus diesem Grund hatte ich meinen Betreuer angeschrieben, ob ich anstatt Fußnoten nicht einfach direkt im Fließtext den Auto in Klammern setzen kann. Das war für ihn völlig in Ordnung und so sah die Arbeit 100x besser aus. Sprech das doch auch mal mit ihm ab, auf diese Weise schreiben recht viele.



    Ja also ich hatte nur übertrieben mit der halben Seite an Fussnoten. Ich habe so im Schnitt sieben bis acht Fussnoten pro Seite, das macht ein Drittel der Seite aus. Ist es schlimm, wenn ich beispielsweise in einem Kapital, rund zehn seiten, durchgehend dieselben sechs bis sieben quellen habe?
  • Mh, also so ganz klar ist es mir noch nicht. Du hast viele Quellenangaben und gibst diese in Fußnoten an. Wenn das "die halbe Seite einnimmt", dann meinst du sicherlich, dass da bei 7 Fußnoten 7 Zeilen unten stehen. Oder steht da in jeder Fußnote außer der reinen Quellenangabe noch viel von dir geschriebener Fließtext drin? Dann wäre das sicherlich überdenkenswert. Wenn es nur die Quellenangaben sind, okay. Dann ist das halt so.

    Wenn Du schon nicht im Text zitieren willst/kannst/darfst ("deshalb hat Autor (2007, S.57) zu recht angeführt, dass") verwendest aber schon die Methode nur bei der ersten Nennung einer Quelle die volle Literaturangabe anzuführen und dann nur noch die "Kurzzitierweise" (Nennung des Autors, (Kurz)Titel, Seite in der Fußnote) sowie so Sachen wie a.a.O. bzw. ebd., ders. und was es sonst noch so gibt? Dann wird es optisch "lichter" im unteren Bereich der Seite.
    Denn wenn du die Vollzitierweise nimmst nimmt es nicht wunder, dass das ewig viel Text wird. Korrekt wäre es trotzdem. Hauptsache einheitlich, noch wichtiger aber: In Einklang mit den Vorstellungen des Lehrstuhls.

    Mal was anderes:
    Sind für sowas eigentlich nicht die Seminararbeiten da? Also um das zu lernen (nichts gegen dich persönlich, wundere mich nur).
    Und was die Bachelorarbeit angeht, wer hat gesagt, dass das eine wissenschaftliche Arbeit sein soll oder dass der Bachelor auf wissenschaftliches Arbeiten vorbereiten soll? Zumal in Frankfurt, wo man nur ein paar Wochen Zeit hat und nicht wie an anderen Unis weiterhin 3 bis 5 Monate.
    Was ich an Bachelorarbeiten in Frankfurt gesehen habe deckt sich einigermaßen (ein wenig mehr ist es schon) mit irgendwelchen Dossiers oder Reports die man in Banken (wo ich selbst sowas gemacht habe), wohl auch Ministerien und Unternehmensberatungen schreibt. Hauptsache Papier produzieren mit wissenschaftlicher Aura. Von daher passt das schon wie es hier in Frankfurt ausgerichtet ist.
    Ohne jetzt die große Diskussion losbrechen zu wollen: Man darf sich halt keine Illussionen machen. Die Ausbildung hier versteht sich als Berufsausbildung i.S. einer Ausbildung für den Beruf, nicht als Studium im Sinne eines wissenschaftlichen Studiums des Faches mit dem Anspruch einen zur Forschung befähigten Akademiker hervorzubringen. Das ist mittlerweile z.T. im Master, vor allem aber ins PhD Programm ausgelagert. Das ist vllt. auch ganz gut so, da will ich nicht werten. Ich kritisiere nur, dass man es anders darstellt.
  • Also ich hab jetzt alles sortiert und mal die Kommentare, die ich mir selbst an die Seite gemacht habe entfernt und die BA selbst ausgedruckt. ALso es sind im Schnitt sieben bis acht Fussnoten, Schriftgröße 10 und ich benutze da auch nur die Kurzzitiate, also Name (Jahr), S. Das macht ein Viertel bis ein Drittel (Seiten mit mehr als acht Fussnoten) der Seite aus.
    Ich MUSS leider auch Fussnoten benutzen...

    Seminararbeit? Ha, dass ich nicht lache. Meine Seminararbeit hatte nur eines mit einer BA zu tun: Buchstaben, sonst nichts. Ach ja und vielleicht fettgedruckte Überschriften, aber das war es auch schon. Wir wurden auf gar nichts vorbereitet! In der ersten Sitzung wurden nur die Themen verteilt. In der zweiten Sitzung sollten wir nur eine kleine inhaltliche Zusammenfassung präsentieren, immer noch kein Wort über die Formatierung einer wissenschaftlichen Arbeit. Irgendwann haben wir dann eine Formvorschrift erhalten, in der auch nichts weiter drin stand wie Schriftgröße und, dass wir im Harvard-Stil zitieren sollen (das ist, wie du es beschrieben hast, im Text mit Klammern zitieren). Tja und beim dritten Termin haben wir die Seminararbeiten abgegeben und die Präsentatiion gehalten. Ich hätte vermutlich viel mehr über wissenschaftliches Arbeiten gelernt, hätte ich meine Seminararbeit beim Hommel geschrieben, aber diese Richtung finde ich eher langweilig.
    Wenn ich mir jetzt im Nachhinein nach der BA meine Seminararbeit durchlese, weiß ich nicht, wieso ich so eine gute Note beim Seminar gekriegt habe
    :?:
  • Hey Leute,

    wie geht ihr im Literaturverzeichnis mit dem Herausgeber einer Quelle um? Ich habe große Schwierigkeiten, weil ich nicht weiß, wie ich den Herausgeber erwähnen soll, falls ich ihn überhaupt erwähnen soll. Und soll man zu dem Herausgeber noch was schreiben?
    Ich versteh's net...
  • Also ich hab jetzt alles sortiert und mal die Kommentare, die ich mir selbst an die Seite gemacht habe entfernt und die BA selbst ausgedruckt. ALso es sind im Schnitt sieben bis acht Fussnoten, Schriftgröße 10 und ich benutze da auch nur die Kurzzitiate, also Name (Jahr), S. Das macht ein Viertel bis ein Drittel (Seiten mit mehr als acht Fussnoten) der Seite aus.
    Ich MUSS leider auch Fussnoten benutzen...

    :?:



    Also das klingt jetzt ganz vernünftig. Viertel Seite ist je nach Satzspiegel bei 7 Fußnoten in zehn denkbar. Und wenn es dann eben so ist, dann ist es so.

    Nur mit einer Sache habe ich Probleme. Ich habe es in zwei von drei Seminaren mit Havard gelernt und nur in einem ging es um Fußnoten - und das Seminar war eher so ein Wischi-Waschi-Seminar. Während in den ersten beiden wirklich drauf geschaut wurde, dass man das korrekt hinbekommt und auch die Note dadurch beeinflusst wurde, war die Qualität der Zitation beim letzten eher Beiwerk. Von daher bin ich auf dünnem Eis, was Ratschläge angeht. Das vorweg.

    Ich denke aber in einer ersten Fußnote sollte alles so sein wie es im Literaturverzeichnis auftaucht. DANACH, beim bezug auf die gleiche Quelle würde ich aber NICHT "Autor, Jahr, Seite", sondern Autor, (Kurz)Titel, Seite nehmen. So lange Du es einheitlich machst, würde ich aber auch kein Problem sehen, wenn du quasi Havard in der Fußnote verwendest.

    Mit Kurztitel meine ich aus:

    Roscher, "Grundlagen der Nationalökonomie: Ein Hand- u. Leseb. f. Geschäfsmänner u. Studierende", Tübingen, 1922

    wird

    Roscher, "Grundlagen", S.5

    Die Kurztitel kannst Du selbst wählen, sie sollten aber Sinn ergeben und eindeutig sein.


    Wenn man Orientierung will, schaut einfach mal in geisteswissenschaftliche Literatur, die kennen kein Havard. Oder aber in Deutsche Schriften zur Ökonomie vor 1960, da wird auch alles noch mit Fußnoten zitiert.

    Irgendwie komisch, dass bei den Seminaren in der Hinsicht nix mehr rum kommt. Aber wenn gesunkenes Niveau bei den Bachelorarbeiten (auch im Handwerklichen) akzeptiert wird (und das ist, was ich gehört habe) ist es ja auch nicht weiter schlimm. Also pragmatisch gesprochen und wenn man Ideale mal bei Seite lässt.
    Blöde Frage, wie viele gibts im bachelor eigentlich? Zwei? Drei? Vier?
  • Fragst du wie viele Seminare es im Bachelor gibt? Also bei uns im Wiwi nur eins! Und da sind die Präsentationen irgendwie wichtiger, weil das ist das einzige was der prof von der ba mitkriegt.

    Sag mal eine allgemeine Frage, ich weiß sie ist relativ, aber wie viele Fussnoten hattet ihr insgesamt in eurer BA?
    Ich habe bis jetzt neun Seiten geschrieben und schon 57 Stück. Wenn ich die 30 Seiten erreiche, rechne ich mal so mit rund 170 fussnoten. Hört sich nach einem Horror an, oder ist das normal? Mein Lehrstuhl sagt da immer, ja machen Sie was Sie für richtig halten. Ich wollte aber mal wissen, wie es so bei euch aussieht und ob ich auf dem richtigen Weg bin.

    :D
  • Passt schon. Ich hatte auf 32 Seiten Reintext 142 Fußnoten.
  • Passt schon. Ich hatte auf 32 Seiten Reintext 142 Fußnoten.


    Ah okay, Danke!!! :P
  • Fragst du wie viele Seminare es im Bachelor gibt? Also bei uns im Wiwi nur eins! Und da sind die Präsentationen irgendwie wichtiger
    :D


    Ne oder? Eins? Na dann kann das ja nix werden. Ich hatte im (VWL) Dipl. nur drei und fand das schon wenig, weil eins davon Müll war. Ich dachte das wärem in Bachelor eher mehr geworden. Ich hör aus der Ecke immer nur "Case study" hier, "Mid term" da und "Presentationen" und sonst was. Und alle sind irgendwie auch während des Semesters so beschäftigt und ständig in der Bib und am Lerngruppen bilden. Deswegen dachte ich, dass es wohl mehr Hausarbeiten und/ oder Seminare geben müsste.
    Ich mein was macht man sonst zwischen Oktober und Januar für die Uni?! 2 Vorlesungen a 4h+ 2h Übung oder Tutorium und sagen wir 2 VL a 2h + 2h Übung oder Tutorium = 20 Wochenstunden.
    Weil VL vor 10 Uhr absoluter Unsinn sind und zumindest im Winter nach 18 Uhr auch unzumutbar (im Frühsommer es dafür aber meist ohne Ende Brückentage gibt) ist man tatsächlich im Schnitt nur 15h in der Woche anwesend. Das verteilt sich auf drei bis vier Tage in der Woche, je nachdem wie es mit dem nebenbei Arbeiten aussieht. Jedenfalls waren das immer meine Eckpunkte wenn ich mir die Vorlesungen fürs Semester raus gesucht habe. Das war an sich enorm entspannt. Nur das Grundstudium war ne Ecke anstrengender mit 5VL*4+2=30h. Da aber kein Mensch in Wirtschaftspolitik, Marketing, Wirtschaftsinformatik, Privatrecht, Öffentliches Recht geht (bzw. nur in die Tutorien), und Rechnungswesen notorisch freitags zwischen 8 und 10 lag, reduzierte sich das auch auf ein erträgliches Maß.

    Jetzt frag ich mich: Wenn es also auch im Bachelor weiterhin beinahe nur Klausuren gibt, die immer noch alle am Semesterende liegen, wieso kommen mir Bachelorstudenten so gestresst vor? Es hat sich doch nichts geändert zu früher (bin erst seit gut nem Jahr wieder an der Uni). Am Anfang dacht ich ja die sagen das alle nur, aber die sind es glaub ich mittlerweile auch.
  • kennt jemand eine gute Seite wo man übersichtlich über die verschiedenen zitierweisen aufgeklärt wird? danke ;-)
  • Und noch eine Frage: Wenn ich einen größeren Abschnitt sinngemäß zitieren möchten, reichen dann auch am Ende des Absatzes Fußnoten? Kommt mir bisschen komisch vor,...

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